Insolvenzen von Herstellern und Dienstleistern

Garantie und Gewährleistung – ein heikles Thema bei Insolvenzen

Wer eine Photovoltaik Anlage baut, vertraut zunächst einmal dem ausführenden Fachbetrieb. Dieser ist für die richtige fachliche Ausführung, aber auch für die Gewährleistung der Anlage zuständig.

Die Dauer der Gewährleistung ist nun von der Art des geschlossenen Vertrags abhängig. In der Regel beträgt sie zwischen 2 und 5 Jahren. Innerhalb dieser Frist sind eventuell auftretende Schäden mit dem Fachbetrieb abzuklären und in den meisten Fällen auch von diesem zu beheben.

Jedoch bedeutet Gewährleistung im Regelfalle nur, dass hiermit Schäden, die von Anfang an bestanden haben abgedeckt sind (natürlich auch verdeckte Schäden, die erst im Laufe der Zeit zum Ausfall führen). Jedoch ist darauf zu achten, dass diese Schäden innerhalb der Gewährleistungsfrist auch geltend gemacht werden müssen (siehe hierzu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Gewährleistung).

Das Thema Garantie ist hierbei noch gar nicht berührt. Garantien werden von Herstellern und Dienstleistern freiwillig gegeben und beruhen auf deren Garantiebedingungen (Siehe hierzu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Garantie ). Jedoch gehen im Photovoltaik Bereich Garantien oftmals zeitlich weit über eventuelle Gewährleistungsfristen hinaus.

Wird nun der Verkäufer der Photovoltaikanlage insolvent, so bedeutet das in der Regel, dass hiermit keine Gewährleistungsansprüche mehr geltend gemacht werden können. Jedoch bleiben eventuelle Garantien gegenüber Herstellern davon unberührt und können weiterhin in Anspruch genommen werden.

Anders verhält es sich, wenn Hersteller oder Importeure (hier sind vor allem Eigenbrandings betroffen) von Modulen, Wechselrichtern, Kabeln, Unterkonstruktion oder anderen Komponenten vom Markt verschwinden.

Der Anlagenbesitzer behält hier seinen Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Verkäufer. Dieser muss für die von ihm verkaufte Ware innerhalb der Gewährleistung gerade stehen. Garantieansprüche jedoch, die gegenüber dem Hersteller oder Importeur bestehen, verfallen.

Sonderfall sind hier Garantieversicherungen, die bei Versicherungsunternehmen abgeschlossen wurden. Diese Versicherer müssen selbstverständlich weiter für die übernommene Garantie haften.

Jedoch ist es auch wichtig zu wissen, was von Garantien erfasst wird. So wird von den meisten Garantien der Wert / Zeitwert von Geräten erfasst, jedoch besteht oftmals kein Anspruch auf einen dinglichen Austausch der defekten Sache oder die Kosten einer Ersatzbeschaffung.

Somit kann es passieren, dass man bei einem Garantiefall zwar den Zeitwert des defekten Teiles ersetzt bekommt, aber keinen adäquaten Ersatz, der sich in die Anlage einfügen lässt. Dasselbe kann natürlich auch mit Komponenten passieren, die nicht mehr produziert werden.

Hier ist nun guter Rat bzw. Abhilfe teuer. Die Anlage muss, sofern das überhaupt möglich ist, umgestaltet werden, so dass aktuell am Markt erhältliche Komponenten als Ersatz dienen können.

Oftmals sind hierzu Änderungen in der Verkabelung von Nöten.

 

Und jetzt noch zu unserer <Werbeeinblendung> Gerne helfen wir Ihnen in solchen Fällen mit Rat und Tat. Wir sorgen dafür, dass die notwendigen Änderungen nicht zu teuer werden und Sie wieder Spaß an Ihrer Anlage haben können. </Werbeeinblendung>

Kommentieren

Energy Blog:
In unserem Energy Blog stellen wir Neuigkeiten und Kommentare zu aktuellen Fragen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien zusammen.

zum Energy Blog