Ertragsverluste

Das finanzielle Risiko des Betriebs einer Photovoltaikanlage ist gering, solange die Anlage fehlerfrei läuft. Aber bei einer Photovoltaikanlage handelt es sich auch um eine technische Anlage, etwa wie ein Auto, das auch mal liegen bleiben kann, auch wenn es sonst sehr zuverlässig ist. Damit ist die Investition in eine Photovoltaikanlage aber schon nicht mehr ohne jegliches Risiko.

 

Im Falle eines Ausfalls der Photovoltaikanlage ohne regelmäßige Überwachung kommt die Überraschung erst oft zum Jahresende per Post: Mit der Abrechnung der Einspeisung und einer Absenkung der Abschlagszahlungen. Warum kann es so weit kommen?

 

1. Ein Ausfall hat erstmal keine Konsequenz

Photovoltaikanlagen arbeiten leise und man „benutzt“ sie nicht, wie man etwa ein Auto benutzt oder auf die Warmwasseranlage angewiesen ist: Mit einem Ausfall der Photovoltaikanlage fällt ja nicht der Strom mit aus.

Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass der Ausfall eines Teils der Anlage gar nicht erst bemerkt wird, da dieser nicht in einem spürbarem Erlebnis (kaltes Wasser) oder einem verpatztem Termin (Panne) mündet.

 

2. Das Interesse geht verloren

Ebenfalls ist eine häufige Ursache ein Verlust des Interesses an der Photovoltaikanlage. Kurz nachdem die Anlage gekauft und bezahlt wurde, wird diese noch oft angesehen und kontrolliert. Das wird aber oft nicht auf 20 Jahre beibehalten, die die PV-Anlage funktionieren sollte. Schon im dritten Betriebsjahr wird die Anlage oft nur noch selten angeschaut – wenn überhaupt. Auch ein installierter Datenlogger wird nach 3 Jahren oft nichtmehr angeschaut – und seine Emails landen nach mehreren Providerwechseln im nirgendwo oder werden, da es „eh nur der Schatten vom Nachbarsbaum ist“ inzwischen automatisch gelöscht bzw. gar nicht mehr beachtet.

 

 

3. und dann passiert es

Die meisten Defekte in dem Leben einer PV-Anlage verursacht der Wechselrichter. Viele Wechselrichter sind mit nassen Elektrolytkondensatoren bestückt, die physikalisch bedingt nicht ewig halten. Selbst besonders langlebige dieser Kondensatoren schaffen nur mit Mühe und Not 10 Jahre, ein Großteil nicht mal 7. Also ein oder zwei Jahre, nachdem die Photovoltaikanlage „langweilig“ geworden ist, brechen die ersten Kondensatoren zusammen – manche mit Knall und Rauch, andere sterben ganz leise. In beiden Fällen wird der Wechselrichter aufhören zu funktionieren – und je mehr Zeit vergeht, desto höher wird der Ertragsausfall und damit der wirtschaftliche Schaden.

Zwar kann man das Eintreten eines Defektes der Wechselrichter nicht vermeiden, aber die Minimierung des Ertragsausfalls und somit des wirtschaftlichen Schadens ist möglich und sinnvoll. Besonders wenn Sie Ihre Photovoltaikanlage bei einer Bank finanziert haben, bietet ein Dienstleister, der die Erträge Ihrer Anlage prüft und Zeitnah entsprechende Maßnahmen einleitet, die Sicherheit, dass es zu keinen Überraschungen kommen kann.

Energy Blog:
In unserem Energy Blog stellen wir Neuigkeiten und Kommentare zu aktuellen Fragen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien zusammen.

zum Energy Blog