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Nachführung

Eine Nachführung sorgt dafür, dass die Solarmodule optimal zur Sonne ausgerichtet sind, also möglichst im rechten Winkel, zu den einfallenden Sonnenstrahlen stehen. Dazu wird eine mechanische Konstruktion benötigt, die eine Veränderung der Ausrichtung und / oder der Neigung zulässt. Die Nachführung von Photovoltaikanlagen kann einachsig oder zweiachsig ausgeführt sein.

Bei Anlagen in Deutschland spielt die Nachführung nur eine untergeordnete Rolle, da der Anteil der Direktstrahlung, welche durch die Nachführung besser eingefangen wird, im Verhältniss zu den Kosten der mechanischen Einrichtungen sich nicht wirtschaftlich trägt.

 

Netzbetreiber

Der Netzbetreiber ist das technisch und wirtschaftlich verantwortliche Unternehmen für Betrieb und Instandhaltung des jeweiligen elektrischen Verteilnetzes. Oft sind hier kommunale Betriebe tätig, zum Beispiel Stadtwerke, Gemeindewerke oder Zweckverbände. Der Netzbetreiber ist verantwortlich für die Abnahme der Eingespeisten Energie und deren Verrechnung. (ok)

 

Einspeisung

Die Einspeisung ist ein Vorgang, bei dem die erzeugte Energie einer Photovoltaikanlage in das Stromnetz fließt.

 

Netzüberwachung  (ENS)

Eine “Einrichtung zur Netzüberwachung mit zugeordneten Schaltorganen” oder auch kurz als Netzüberwachung bekannt, ist nötig, um die Einspeisung von Solarstrom zu automatisch unterbrechen, wenn das Stromnetz zur Reparatur oder im Fehlerfall abgeschaltet werden muss. Eine Abschaltung aller einzelnen Wechselrichter per Hand wäre nicht praktikabel, da diese für das EVU nicht immer zugänglich installiert sind. Würden nicht alle Wechselrichter getrennt und einige weiterhin Elektrizität in das öffentliche Netz “pumpen”, bestünde die akute Gefahr, dass Monteure, welche mit der Reparatur beschäftigt sind, mit einem Stromschlag lebensgefährlich verletzt werden könnten.

Die ENS schaltet den Wechselrichter auch wieder automatisch zu, wenn diese erkennt, dass die Störung behoben ist.

 

Normal Operation Cell Temperature (NOCT)

Da die STC-Testbedingungen sich schnell als in der Realität nicht eintreffend herrausgestellt haben, wurden realistischere Testbedingungen erarbeitet. Besonderer Kritikpunkt an der STC-Methode war die hohe angenommene Einstrahlung von 1000 W/m² und die gleichzeitig sehr geringe Zelltemperatur von 25°C. Die NOCT-Testbedingungen haben einen niedrigeren Einstrahlungstestwert von nur 800 W/m² und eine verbesserten Verfahrensweise hinsichtlich der Zelltemperatur: Da die Photovoltaikzelle mit steigender Temperatur an Leistung verliert, wird nun keine Zelltemperatur von 25°C  mehr angenommen, sondern eine Umgebungstemperatur mit 20°C. Da sich die Zellen im Betrieb selbst erhitzen (Abwärme durch Wirkungsgradverluste), wird eine Zelltemperatur ermittelt – die oft bei 40-50°C liegt.  Auf Datenblättern von Modulen sollten sowohl STC als auch NOCT-Charakteristika eines Modules aufgeführt werden.

Beim Vergleich der Größe von Anlagen, in Angeboten und der Bennenung von Modulen ist aber weiterhin die STC-Angabe gebräuchlich.

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