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Eigenverbrauch

Von 2009 bis 2012 wurde der Eigenverbrauch von Solarstrom gefördert. Damit sollte der Anreiz geschaffen werden, möglichst viel der erzeugten Energie auch wieder selbst im eigenen Haushalt oder Gebäude zeitgleich zu verbrauchen. Der überschüssige Strom wurde zum normalen Einspeisetarif vergütet – der Strom, den man selbst verbraucht hat wurde bezuschusst – je höher der Anteil des Selbstverbrauchs lag, desto höher.

 

Einspeisemanagement

Unter Einspeisemanagement versteht man allgemein die gezielte Beeinflussung der Einspeiseleistung von Photovoltaikanlagen durch die Netzbetreiber, zum Beispiel um eine Überlastung des Verteil- oder Übertragungsnetzes durch gegensteuern zu vermeiden. In der Regel sind Steuereingriffe sehr selten.

In Deutschland müssen seit 2009 Anlagen über 100 kWp Leistung in 4 Stufen steuerbar sein, also 100% der möglichen Leistung, 60%. 30% und 0%.

Mit dem EEG 2012 wurde diese Regelung noch etwas erweitert: Betreiber von Photovoltaikanlagen kleiner 30 kWp können sich nun zwischen der 70%-Regel und dem vereinfachtem Einspeisemanagement entscheiden. Anlagen von 30 kWp bis 100 kWp müssen das vereinfachte Einspeisemanagement gewährleisten. Und Anlagen ab 100 kWp müssen nicht nur die Einspeiseleistung steuern können, sondern dem Verteilnetzbetreiber auch die Möglichkeit zum Abruf der Ist-Einspeisung geben.

 

Einspeisemanagement, vereinfachtes

Das vereinfachte Einspeisemanagement besteht mindestens aus einem Rundsteuerempfänger und einem Schütz. Damit lässt sich die Anlage komplett ein und ausschalten.

 

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung wird als feste Vergütung für jede erzeugte Kilowattstunde gewährt. Je nach Tarif können daran weitere Eigenschaften der Anlage verknüpft werden, zum Beispiel eine gewisse Größe der Anlage oder Montageform, eine komplette Einspeisung oder der eigene Verbrauch der erzeugten Energie. Die Einspeisevergütung entscheidet sich mit dem Stichtag der Inbetriebnahme der Anlage und ist, in Deutschland, danach 20 Jahre fix, so dass Zeit für eine Refinanzierung der Anlage besteht.

 

Einspeisezähler

Der Einspeisezähler ist eine geeichte Messeinrichtung, welche die eingespeiste Energie einer PV-Anlage aufsummiert. Der Einspeisezähler wird oft vom Netzbetreiber gestellt und muss regelmäßig abgelesen werden. Bei größeren Anlagen kann der Einspeisezähler auch oft fernausgelesen werden und misst.

 

Energie

Die Energie ist eine in der Photovoltaik grundlegende physikalische Größe, welche die Fähigkeit beschreibt, Arbeit zu verrichten. Die Einheit der Energie ist das Joule – jedoch verwendet man in der Energiebranche deutlich häufiger die Einheit Kilowattstunde kWh.

 

ENS

siehe Netzüberwachung.

 

Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare Energien Gesetz regelt in Deutschland die Rahmenbedingungen für die Energiewende. Das EEG besteht seit dem Jahr 2000. Der Ursprungsgedanke war, Investitionen für die Markteinführung von erneuerbaren Energien durch feste Einspeisevergütungen abzusichern, dadurch Massenproduktion und eine Lernkurve (Kostensenkungen) zu erreichen und damit die Erneuerbaren Energien marktreif zu machen.

 

Ertrag

Als Ertrag wird in der Photovoltaik die erzeugte Energie bezeichnet. Der Jahresertrag bezieht sich dabei auf ein Kalenderjahr. (ok)

 

Ertrag, spezifischer

Der spezifische Ertrag wird in der Photovoltaik verwendet, um die erzeugte Energie zur Leistung zu bemessen und dadurch Photovoltaikanlagen ganz grob vergleichbar zu machen. Als Leistung wird in der Regel die STC-Peakleistung verwendet. In der Regel wird der spezifische Jahresertrag verglichen. (ok)

 

Energieversorgungsunternehmen (EVU)

Siehe Netzbetreiber. (ok)

 

EVA-Folie

Die EVA-Folie ist eine transparente Folie zwischen den einzelnen Solarzellen und dem Modulglas. EVA steht für “Ethylenvinylacetat” – oder einfacher “Silikongummi”. Die EVA-Folie hat die Aufgabe, das Silizium auf dem Glas zu fixieren und gleichzeitig die Möglichkeit zur Dehnung zu geben.

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